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Geistlicher Impuls


Beatrix Konukiewitz
 
 

Ehre sei Gott in der Höhe, ...

Aufeinander achten und sich gegenseitig stärken

Vor mich hin summend gehe ich nach dem Gottesdienst zum Reformationstag in diesem Jahr aus der Kirche hinaus, in der Menge mit den Vielen, die auch mitgefeiert haben. „Verleih uns Frieden gnädiglich…“ , das alte Lutherlied mit der modernen Melodie, eben haben wir es noch mit dem Gospelchor zum Schluss gesungen. Da sagt jemand zu mir: „Ja, nicht wahr, das ist so ein richtiger Ohrwurm!“ Stimmt. Ein Ohrwurm. Die Melodie bleibt im Sinn. Aber nicht nur die Melodie. Auch der Text. Die Bitte um Frieden. Eine Sehnsucht, die wir alle im Herzen tragen und sehen doch diesen Frieden in weiter Ferne, erleben oft genug, dass es eher nicht gelingt, friedlich zu leben.

Lasst uns aufeinander achthaben
und einander anspornen zur
Liebe und zu guten Werken.
(Hebräer 10, 24)


Genau diesen Vers aus der Bibel haben mehrere Paare in diesem Jahr für sich als Trauspruch ausgewählt. In der Familie und auch in der Gemeinde habe ich es so erlebt. Und er bleibt mir im Sinn, wie die Melodie des Lutherliedes. Wichtig ist also, sich gegenseitig in den Blick zu nehmen, auf einander zu achten. Wie geht es dem anderen eigentlich und nicht, was ist mir allein jetzt wichtig. In verschiedenen Lebenslagen hat das aufeinander Achten ganz unterschiedliche Facetten. Was im Laufe des Lebens geschieht, liegt nicht in unseren Händen, aber sich gegenseitig nicht aus der Acht zu lassen, sehr wohl. Das Miteinander soll sich doch im Alltag bewähren. Dafür können wir etwas tun. Eben aufeinander achten, um wahrzunehmen, was den anderen beschäftigt oder bedrückt. Es gehört dazu, darauf einzugehen und den anderen zu ermutigen, sich zurechtzufinden. Mit Geduld und Fingerspitzengefühl. Es tut gut, wenn sich der andere nicht immer wieder erklären muss. Darin zeigt sich, Liebe und Frieden wird möglich. Was für die Beziehung im Miteinander in der Partnerschaft gilt, kann ich übertragen auf unsere Gesellschaft, in der die Kirche ihren Platz hat. Es scheint eher selbstverständlich zu sein, hauptsächlich sich selbst und die eigenen Interessen zu sehen. Oft habe ich das Gefühl, dass es darum geht, alles immer mehr zu optimieren, besser dazustehen als andere. Da können nicht alle mithalten. Es gibt bei uns Menschen, die sich ausgeschlossen fühlen und ihren Platz in der Gesellschaft suchen. Menschen, die vereinsamen, weil sie aus unterschiedlichen Gründen nicht in der Lage sind, am Leben teilzuhaben. Was heißt hier „aufeinander achthaben“? Was heißt „zur Liebe anspornen“?

Eigentlich ist es ganz einfach. Jesus Christus hat es uns doch vorgelebt. Hatte er doch Ohren, Augen und ein offenes Herz für die Nöte derjenigen, die ihm begegnet sind, weil ihm nichts fremd war. Hat die Menschen beachtet und ernst genommen. Hat ihnen so Gottes Liebe gezeigt, Lebensmut und Hoffnung geschenkt. Immer wieder hat Jesus gezeigt und sich dafür eingesetzt, wie ein liebevoller Umgang neue Möglichkeiten im Leben eröffnet.

Durch Zuwendung und Engagement ändert sich im Umgang miteinander etwas. Nicht nur sich selbst sehen und in den Mittelpunkt stellen, sondern auf den anderen liebevoll achten und sich vielleicht manchmal darauf hinweisen lassen, wenn etwas nicht in Ordnung ist. Dann haben wir alle was davon. Ein Leben in Achtsamkeit und Liebe schenkt Frieden.

In der Adventszeit schmücken wir unsere Straßen und Häuser mit Lichtern und Sternen. Für mich ist jedes Licht und jeder Stern ein sehnsuchtsvolles Zeichen für die Hoffnung auf diesen Frieden, der mit Jesus Christus auf die Welt kommt. „Verleih uns Frieden gnädiglich“, so klingt es in mir nach. Auch in diesem Jahr zu Weihnachten hören wir: „Ehre sei Gott in der Höhe, Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.“ Ich wünsche, dass wir nicht aufhören, den Frieden zu suchen.

Beatrix Konukiewitz
 
So. 09.12.2018, 17.00 Uhr
Wildeshauser Adventssingen
Alexanderkirche
Mi. 12.12.2018, 13.30 Uhr
Seniorenkreis - Tagesfahrt zum Lamberti-Markt
Oldenburg
Fr. 14.12.2018, 19.00 Uhr
Offenes Singen mit dem Gospelchor
Alexanderkirche
So. 25.11.2018, 10.00 Uhr
Der Laudatechor singt
Alexanderkirche
Fr. 30.11.2018, 15.30 - 17.30 Uhr
Kinderkirche
im Remter
Mo. 03.12.2018, 15.30 Uhr
Atempause - Andacht am Nachmittag
in der Krankenhauskapelle
Mi. 21.11.2018
Buß- und Bettag
18.30 Uhr
P. Löwe und Team
G17 - zum Buß- und Bettag mit Abendmahl
So. 25.11.2018
Ewigkeitssonntag
10.00 Uhr
Pn. Konukiewitz, P. Löwe, P. Löwensen
Gottesdienst mit Verlesen der Namen der Verstorbenen des verg. Kirchenjahres
Es singt der Laudatechor.
So. 02.12.2018
1. Advent
10.00 Uhr
P. Löwensen
Gottesdienst mit Abendmahl
11.30 Uhr
P. Löwensen
Taufgottesdienst
(WZ / 19.11.2018)
(Wildeshauser Anzeiger / 15.11.2018)
(NWZ / 15.11.2018)

Gott spricht: „Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“
(Offenbarung 21,6)

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Tageslosung

Dienstag, 20. November 2018
Der HERR behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit!
Psalm 121,8

Letzte Änderung am 19.11.2018 in:
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© 2018 • Ev. Luth. Kirchengemeinde Wildeshausen • Sägekuhle 7 • 27793 Wildeshausen • Tel. 04431-2449
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