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Geistlicher Impuls


Lars Löwensen
 

Zu Besuch...

Gedanken zu Weihnachten

Novembergrau. Eine Frau bewegt sich im stillen Haus. Sie geht ins Zimmer ihrer Tochter. Im Rückblick sehen wir, wie sie im Streit auseinander gegangen sind. So beginnt der Werbefilm einer Supermarktkette zu Weihnachten. Er wirbt nicht mit tollen Produkten, er wirbt mit Emotionen - macht neugierig. Schließlich bricht die Frau auf, um ihrer Tochter eine alte Decke vorbeizubringen. Wir begleiten sie auf ihrem scheinbar langen Weg. Dabei bricht sie auf einem zugefrorenen See ein. Ist unterm Eis. Kann sich aber schließlich aus der Situation befreien. Nur um im nächsten Augenblick von Wölfen im Wald bedroht zu werden. Anschließend steht sie auf einem hohen Berg von Wolken und Nebel umgeben und wagt den nächsten Schritt ins Ungewisse. Da wird der Boden fest und sie steht vor der Tür ihrer Tochter. Sie klingelt. Zeit sich zu versöhnen, steht als Überschrift über dieser Werbung.

Auch in diesem Jahr machen sich Millionen Menschen auf den Weg, um sich gegenseitig zu Weihnachten zu besuchen. Vollgestopfte Autobahnen und Züge. Da liegen schnell mal die Nerven blank. Die Ansprüche sind hoch. Es soll noch mal so friedlich und geheimnisvoll wie in den Kindertagen sein. Und wenn dann auch noch Schnee fällt... . Aber immer wieder ist das Gegenteil der Fall. Unausgesprochenes bleibt auch weiterhin ungesagt. Es gärt unter der Oberfläche, weil alles ja „perfekt“ sein soll. Und wenn der Druck dann zu stark wird, knallt es.
Schade. Denn Weihnachten feiern wir nicht aus Perfektionsgründen. Im Gegenteil. Jesus kommt nicht in einem wohltemperierten Luxushotel zur Welt. Seine ersten Gäste sind nicht die Promis der damaligen Zeit. Die ersten Besucher sind wahrscheinlich so arm, dass sie noch nicht mal Geschenke dabei haben. Aber sie nehmen etwas mit von dem Licht, von der Freude. Sie nehmen etwas mit von der Hoffnung auf eine bessere Welt, von der Sehnsucht nach Frieden. Lukas sagt es in seinem Evangelium so:

Durch die herzliche Barmherzigkeit unseres Gottes wird uns besuchen das aufgehende Licht aus der Höhe, damit es erscheine denen, die sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, und richte unsere Füße auf den Weg des Friedens.

Das hat doch was Beruhigendes. Nicht wir müssen alles von uns aus hell machen. Weihnachten hängt nicht daran, ob wir die Gans perfekt braten oder die selbstgebackenen Kekse in entsprechender Vielfalt präsentieren. Auch das hat die Werbung mittlerweile verstanden. In der Weihnachtswerbung einer anderen Supermarktkette wird dazu eingeladen, Weihnachten nicht perfekt, sondern individuell zu feiern. Da ist sicher was dran. Und wenn dann auch noch der Grund für unser Feiern in den Blick genommen wird, bin ich zufrieden. Gott ist auf uns zugekommen. Er schenkt uns Licht in aller Finsternis und Dunkelheit der Welt. Er will sich mit uns versöhnen. Wann kann man das besser feiern, als in der dunkelsten Jahreszeit? Und wie schön, wenn wir dadurch motiviert werden, es auch hell und licht werden zu lassen in unserem Leben. Mit unseren Mitteln.

Eine kleine Überraschung hat die Werbung noch bereit. Die Tochter öffnet. Sieht ihre Mutter, versteht ohne Worte und nimmt sie in den Arm. Am Ende fährt die Kamera von den beiden Frauen weg und der Zuschauende sieht, dass die beiden Häuser keine zehn Meter voneinander stehen. Und ein Text wird eingeblendet: „Wie weit der Weg auch scheint, es ist Weihnachten."

Lars Löwensen
 
Mi. 08.11.2017-31.01.2018
Spendenaufruf für das Projekt „Insektenhotels“

Fr. 19.01.2018, 18.30 Uhr
Alex 18:30 - der junge Gottesdienst
Alexanderkirche

Sa. 20.01.2018, 11.00 - 14.00 Uhr
Kommunions- und Konfirmationsbörse
Kindergarten Knaggerei

Fr. 19.01.2018, 15.00 Uhr
Seniorenkreis
Remter
So. 21.01.2018, 10.00 Uhr
Der Laudatechor singt
Alexanderkirche
Fr. 26.01.2018, 15.30 - 17.30 Uhr
Kinderkirche
im Remter
Fr. 19.01.2018
Freitag
18.30 Uhr
D. Kretzschmar-Strömer, Dn. Meine u. Team
Alex 18:30 - der junge Gottesdienst
Thema: „Mee(h)r Müll“
So. 21.01.2018
Letz. So n. Epiphanias
10.00 Uhr
P. Löwe
Gottesdienst
Es singt der Laudatechor.
So. 28.01.2018
Septuagesimä
17.00 Uhr
P. Löwensen
G17 - Gottesdienst mit Abendmahl
Thema: „Versetzung gefährdet...“
(NWZ / 13.01.2018)
(WZ / 13.01.2018)

Gott spricht: „Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“
(Offenbarung 21,6)

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Tageslosung

Dienstag, 16. Januar 2018
Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus noch alles, was sein ist.
5.Mose 5,21

Letzte Änderung am 14.01.2018 in:
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© 2018 • Ev. Luth. Kirchengemeinde Wildeshausen • Sägekuhle 7 • 27793 Wildeshausen • Tel. 04431-2449
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